Fußballfilme im Schatten des Eiffelturms

Sonntag, 01. Mai 2016

Der französische Botschafter Philippe Etienne, die ehemaligen Nationalspieler Célia Šašic und Dieter Müller, der Regisseur Gilles Rof und Béatrice Angrand, die Generalsekretärin des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW): Zum Auftakt der französischen Filmreihe „Football en France“ des internationalen Fußballfilmfestivals 11mm, die mit Unterstützung vom DFJW und dem Institut Français d’Allemagne stattfand, kamen die prominenten Gäste aus Fußball, Kultur und Politik erstmals in das City Kino Wedding des Centre Français. Dort zeigte dann der Eröffnungsfilm, die großartige Fußballdokumentation „Les rebelles du foot“, die politische Seite des Sports und auch seine Einflussmöglichkeiten. Célia Šašic zeigte sich nach der Vorführung beeindruckt: „Man sagt das so dahin: Die Kraft des Fußballs. Wenn man wie im Film sieht, was hinter diesen Worten stecken kann, dann wird man demütiger.“ Insgesamt acht französische Filme wurden während des Festivals im City Kino Wedding gezeigt.

Besonderer Höhepunkt war eine SchulKinoVeranstaltung im Rahmen der Filmreihe Football en France, die im Vorfeld zu etwas Nervosität geführt hatte. Denn ausgerechnet einer der schönsten Kinderfußballfilme der Welt, LE BALLON D'OR (1994, Regie: Cheik Doukouré) konnte in Ermangelung einer untertitelten Fassung nur in der französischen Originalfassung gezeigt werden. Von den drei Schulklassen (Mühlenau-Grundschule, Gymnasium Droste-Hülshoff-Schule, Schul- und Leistungssportzentrum Berlin) traf dies eine trotz Vorankündigung sogar gänzlich unvorbereitet. So blieb in der Einführung nur der Trost, dass man von einem Film nicht jedes Wort des Dialogs verstehen können muss, um trotzdem den Film zu verstehen.

Die Sichtung des Films vollzog sich dann für SchulKinoveranstaltungen relativ untypisch: Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Die Schüler waren derart konzentriert dabei, dem Film zu folgen, dass kein einziger blödelnder Kommentar fiel. Nur gelegentliche Lacher an den richtigen Stellen signalisierten, dass dem Film aufmerksam gefolgt wurde. Das nachfolgende Filmgespräch zeigte, dass der Film sowohl sehr gemocht als auch verstanden worden war. Einzig eine dialoglastige Schlüsselszene musste aufgearbeitet werden. Die aufmerksam interessierte Mitarbeit der Schüler war Indiz genug, dass sich der Kinobesuch gelohnt hatte.

Deshalb auch der Dank an die anwesenden Schulklassen und ihre Lehrer. Genau so sollten SchulKinoveranstaltungen sein, damit sie allen Beteiligten – auch dem Dozenten – Spaß machen und didaktisch nutzen.

Ob SchulKino oder „Football en France“: Die französische Sektion von 11mm und 11minimeter möchte sich ausdrücklich beim Leiter des Centre Français de Berlin Florian Fangmann und seiner gesamten Mannschaft bedanken, die die Veranstaltungen im City Kino Wedding stets professionell, unkompliziert und sympathisch begleitet haben.