Wo ist Mario Götze?

Dienstag, 09. Oktober 2018

Obwohl angekündigt, blieb Mario Götze am Sonntag der Kinopremiere über sein bisheriges Fußballerleben dann doch lieber fern. Auch sein erstes Saisontor einen Tag zuvor im spektakulären Heimspiel des BVB gegen den FC Augsburg änderte daran nichts. Eine Randnotiz mit Symbolcharakter. Er wolle sich in dieser schwierigen Zeit ganz auf den Fußball konzentrieren, ließ er Manuel Neukirchner, Direktor des Deutschen Fußballmuseums, mitteilen.

Dort feierte die DAZN-Produktion „Being Mario Götze“ kurz vor dem Kinostart am 18. Oktober seine Leinwand-Uraufführung. Regisseur Aljoscha Pause hatte sich den einzigen Torschützen des WM-Finales von 2014 in Rio ausgesucht, um in siebenmonatiger Detailarbeit die Unterschiede zwischen öffentlicher Wahrnehmung und Götzes Eigenempfinden herauszuarbeiten.

Doch wirklich nah kommt der Zuschauer Götze immer dann, wenn andere - wie sein Bruder Fabian oder Jürgen Klopp - über ihn reden. Der Hauptdarsteller selber wirkt in den 136 Minuten auf der Kinoleinwand stets kontrolliert und bedacht darauf, keine Fehler zu machen. Und die hat er auch bei der Kinopremiere am Sonntag in Dortmund vermieden.

In der aktuellen Filmreihe des Ruhrgebietsfußballs im Fußballmuseum laufen in dieser Woche noch „Ennatz – eine Zebralegende“ (10. Okt.), „Spielmacher“ (11. Okt.) und „Rudi Assauer, Macher, Mensch, Legende“ (12. Okt.).